Was ist CBD?

Dieser Artikel wurde von unserer Gastautorin Lara, Ökotrophologin, B.Sc., verfasst.

CBD gibt es mittlerweile in diversen Formen legal zu erwerben und erfreut sich wegen der vielen positiven Erfahrungsberichte zunehmender Beliebtheit. Trotz der steigenden Bekanntheit des Wirkstoffes stellt sich für viele immer noch die Frage, was CBD genau ist. Diese Fragen sollen in diesem Artikel geklärt werden.
CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol, eine von 70 Phytocannabinoiden und 498 anderen Bestandteilen der Hanfpflanze, welche bereits seit 5000 Jahren zu medizinischen Zwecken genutzt werden. CBD ist klar abzugrenzen von THC (Tetrahydrocannabinol), welches psychoaktiv wirkt und illegal ist. CBD konnte in vielen Studien positive Nutzen zugeordnet werden, wie etwa antientzündliche, antiepileptische und antischizophrene Eigenschaften. Dabei muss aus rechtlichen Gründen erwähnt werden, dass wir keinerlei CBD Produkte mit einem solchen Heilversprechen verkaufen. Dieser Artikel dient lediglich der Information zur aktuellen Studienlage.  In allen Hanfpflanzen ist sowohl THC, als auch CBD enthalten. Allerdings kommen im Nutzhanf nur sehr geringe Mengen an THC vor, weshalb nicht jede Hanfpflanze unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. 

Rechtslage

Ist CBD in Deutschland legal? Diese Frage stellen sich wohl die allermeisten.  CBD wird meist mit dem ebenso in der Hanfpflanze enthaltenen, aber illegalen THC in Verbindung gebracht wird. CBD ist jedoch nicht psychoaktiv und ist rechtlich den Nahrungsergänzungsmitteln zuzuordnen. Daher ist CBD vollkommen legal. Wichtig ist jedoch, dass der THC-Gehalt in Deutschland bei unter 0,2% liegt, dieser Grenzwert variiert allerdings von Land zu Land. Weiterhin dürfen keine Heilversprechen mit dem Verkauf von CBD abgegeben werde, da es kein Arzneimittel ist und dies daher illegal wäre.

Wie wirkt CBD?

Um die Wirkung von Cannabidiol verstehen zu können, muss man zuerst wissen, wie CBD im Körper arbeitet. CBD bindet an körpereigene Rezeptoren, die Cannabinoid- Rezeptoren, welche vielerorts im Körper zu finden sind. Diese Rezeptoren können in jedem Menschen nachgewiesen werden, auch in den Zellen der größten Kritikern von Hanf. Die wichtigsten Rezeptoren stellen der Cannabinoid Rezeptor 1 (CB1) und 2 (CB2) dar. Der CB1 findet sich im zentralen Nervensystem und im Nervensystem des Darms, während der CB2 auf den Zellen des menschlichen Abwehrsystems und auf Zellen, die den Knochenstoffwechsel regulieren zu finden ist. Somit kann CBD Einfluss auf die Leistung des Abwehrsystems, die Schmerzwahrnehmung, die Entstehung von Ängsten, die Stimmungslage und die Regulation von Appetit, Schlaf und Körpertemperatur nehmen (Di Marzovo et al.,2015; Thomas et al.,2007).
Durch die Bindung an die Cannabinoid-Rezeptoren konnte Cannabidiol in Studien sowohl entzündungshemmende, schmerzstillende (u.a. über eine Aktivierung der Vanilloid-Rezeptoren, Bisogno et al.,2001), als auch antipsychotische, angstlösende und beruhigende Eigenschaften zugeordnet werden. Weiterhin kann es unter Umständen die Wirkung von THC vermindern, indem es um den CB1 Rezeptor konkurriert. Zudem konnte CBD auch antioxidative Eigenschaften nachgewiesen werden, wodurch es einen Schutz der Zellen und des Erbguts vor Radikalen darstellt.
Für besonders Interessierte haben wir eine Liste ausgewählter Studien erstellt.